Handybildschirme sind die am schwersten zu prüfenden und die am leichtesten falsch beurteilten Displays. Bei über 400 Pixeln pro Zoll ist ein ausgefallener Subpixel kleiner als ein Staubkorn und verschwindet auf Armlänge vollständig — und fast alle Handys nutzen inzwischen OLED, das dunkel statt hell ausfällt und deshalb auf dem schwarzen Bild, das die meisten zuerst prüfen, überhaupt nichts zeigt. Diese Seite zeigt, wie Sie ein Handy richtig testen, wie Sie einen Defekt von einem Fingerabdruck oder einer Blase unter der Schutzfolie unterscheiden und was sich realistisch beheben lässt.
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Handys arbeiten während eines Pixeltests gegen Sie, denn fast alles, was sie automatisch tun, verändert das Bild auf dem Panel. Schalten Sie das alles zuerst ab:
Schauen Sie zuerst aus Ihrem üblichen Halteabstand, dann führen Sie das Handy näher heran. Aus der Nähe erkennen Sie auf manchen Panels die Pixelstruktur selbst — das ist normal und kein Fehler.
Handys sammeln mehr Fehlalarme als jedes andere Gerät, weil zwischen Ihnen und dem Panel mehr Schichten liegen.
Der verlässliche Test ist der Blickwinkel: Schmutz und Folienfehler scheinen sich beim Kippen des Handys leicht gegen das Bild zu verschieben, weil sie über dem Panel liegen. Ein echter Pixelfehler ist an einen Punkt im Bild gebunden und bewegt sich nie.
Überwiegend tote, und das folgt direkt aus der Paneltechnik. Fast jedes aktuelle Handy oberhalb der Einsteigerklasse nutzt OLED, wo jeder Subpixel sein eigenes Licht erzeugt. Fällt einer aus, hört er auf zu leuchten und wird dunkel. Dahinter gibt es keine Hintergrundbeleuchtung, die austreten könnte, deshalb tritt der helle hängende Pixel kaum auf.
Die praktischen Folgen sollten Sie kennen, bevor Sie einen Abend darauf verwenden:
Pixelfehler bei OLED behandelt all das ausführlicher. Einsteigerhandys und ältere Modelle mit LCD-Panel verhalten sich genau umgekehrt, und dort lohnt ein Versuch bei einem hängenden Pixel wirklich.
Ist der Fehler ein wirklich hängender Pixel — ein farbiger Punkt, der auf Schwarz sichtbar ist, am ehesten auf einem älteren LCD-Handy —, dann ist die Blinkmethode einen Versuch wert. Sie ist nicht invasiv und riskiert nichts.
Stellen Sie das Handy so ein, dass es nie in den Ruhezustand geht, schließen Sie es ans Ladegerät an und lassen Sie den Reparierer mindestens eine Stunde über dem Fehler laufen. Eine ganze Nacht ist der sinnvolle zweite Versuch. Hat sich bis zum Morgen nichts geändert, wird sich nichts ändern.
Zwei Dinge, die Sie nicht tun sollten — beide werden weithin empfohlen und beide richten echten Schaden an. Drücken Sie nicht auf den Bildschirm. Beim Handy ist das Panel dicht mit dem Glas verklebt, der Digitizer sitzt dazwischen, und Druck riskiert einen dauerhaften Fleck, ein Nest toter Pixel oder ein gerissenes Display. Installieren Sie keine „Pixel-Reparatur“-App. Sie leistet nichts, was ein Vollbild-Blinkmuster im Browser nicht schon leistet, und die App-Stores sind voll von Varianten, die mit Werbung vollgestopft sind oder Schlimmerem.
Alle Methoden, ein hängendes Pixel wiederzubeleben zeichnet das vollständige Bild, samt der Frage, warum die Drucktechnik selbst auf Hardware, die sie verträgt, das letzte Mittel bleibt.
Handyhersteller legen in der Regel strengere Pixelmaßstäbe an als Monitorhersteller, teils weil die Bildschirme Premiumbauteile sind, teils weil bei dieser Größe weit weniger Pixel überhaupt ausfallen können. Mehrere tauschen das Gerät innerhalb der Rückgabefrist schon wegen eines einzigen bestätigten toten Pixels. Danach greifen die meisten auf eine Schwelle zurück, ab der das Panel als defekt gilt.
Der Zeitpunkt entscheidet hier mehr als bei jedem anderen Gerät. Rückgabefristen sind kurz — oft 14 oder 30 Tage — und ein Fertigungsfehler ist ab dem ersten Einschalten vorhanden. Testen Sie ein neues Handy noch am Tag der Lieferung, bevor die Hülle drauf ist und bevor eine Schutzfolie aufgeklebt wird.
Für die Reklamation: Fotografieren Sie den Fehler auf weißem Hintergrund, notieren Sie, wo er sitzt, prüfen Sie, ob er einen Neustart übersteht, und entfernen Sie jede Schutzfolie, bevor Sie das Handy abgeben — ein Servicecenter prüft genau das zuerst, und eine Blase unter Panzerglas ist ein umsonster Weg. Ist das Handy heruntergefallen, rechnen Sie damit, dass die Reklamation als Unfallschaden und nicht als Defekt behandelt wird. Für das Testen eines iPhones gibt es eine eigene Anleitung, und die uns gemeldeten Ergebnisse sind nach Hersteller aufgeschlüsselt, falls Sie wissen wollen, wie häufig das bei Ihrer Marke ist.
Von Fertigungsfehlern abgesehen gehen Handybildschirme an dem kaputt, was Handys täglich aushalten müssen:
Was tote Pixel verursacht geht auf jeden dieser Mechanismen genauer ein.